Herborner Photovoltaik-Pioniere jetzt auch mit Batteriespeicher und Ladestation

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In Herborn ist etwas Tolles entstanden. Das haben wir gerne unterstützt.

Bei diesem Projekt müssen wir etwas weiter zurückschauen. Denn der Bau des Öko-Hauses startete 2015. Familie Weil hatte ein nettes Zuhause in Herborn. Auf dessen Dach entstand 1999 die erste Photovoltaik-Anlage in Herborn. Da aber ein weiterer Bauplatz vorhanden war, entschied man sich, ein neues Haus zu bauen. Aber wenn, dann bitte ökologisch. Stein auf Stein kam nicht in Frage.

Beim Bau des Hauses wurde Wert auf die Senkung des Energiebedarfes und des CO2-Ausstoßes gelegt. Somit wurde das Haus in Holzständer-Bauweise errichtet. Die Fassaden wurden mit unbehandeltem Holz verkleidet und sämtliche eingesetzte Materialien sind ökologisch abbaubar. 
Die Firma Baufritz war hier der richtige Ansprechpartner.

Beim Einzug 2016 wurde bereits eine 6,72kWp Solaranlage auf dem Dach errichtet, um Strom zu erzeugen. Familie Weil dachte sich aber: Das geht noch besser. Und da kamen wir (MANN Naturenergie) ins Spiel. In 2018 haben wir gemeinsam mit unserem Partner Sturm Elektro die Solaranlage erweitert und einen Batteriespeicher sowie eine Ladestation für das Elektroauto installiert.

Aus den 6,72kWp wurden 9,72kWp. Hinzu kam ein Batteriespeicher mit 8,8kW nutzbarer Leistung und einer Wallbox, um das E-Auto zu laden.

Bei Familie Weil wurden bilanziell 100% des Stromverbrauchs selbst produziert. In 2018 haben sie sich zu 51% direkt mit Sonnenstrom versorgt. Und das bei einem Verbrauch von knapp 10.000kWh inklusive Strombezug für Elektroauto und Wärmepumpe. Ein toller Wert. Aber das Thema ist ein fortlaufender Prozess. Die ersten Optimierungen sind bereits in Planung. Wir sind gespannt…

Neue Ladestation in Weyerbusch

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Auch Weyerbusch hat jetzt eine Ladestation.

Das Autohaus Weller in Weyerbusch hat jetzt eine Ladestation für Elektroautos. Diese steht der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann somit 24 Stunden am Tag genutzt werden. Herr Weller möchte mit der Installation der Ladestation deutlich machen, dass er ein zukunftsorientiertes Unternehmen leitet und allen Neuerungen der Kfz-Branche positiv begegnet. Zusätzlich möchte er seinem Heimatort Weyerbusch durch die Installation einen Mehrwert verschaffen, denn die vielbefahrene B8 wird in Zukunft auch sicher von dem ein oder anderen Elektroauto genutzt. Und wer sich dann mal eine Pause gönnen möchte, kann das in Weyerbusch machen und dabei sein Fahrzeug (aktuell noch kostenfrei!) laden.

Die Ladeleistung der Ladestation beträgt 22kW. Somit kann der Elektroauto-Nutzer sich relativ zügig zusätzliche Reichweite tanken. Durch die räumliche Nähe zu der angrenzenden Bäckerei (50 Meter) kann man sich die Ladezeit versüßen. Oder man schaut sich das vielfältige Angebot des Autohauses Weller an. Denn neben Neu- und Gebrauchtwagen bekommt man bei Max Weller und seinem Team auch Mopeds, Roller und E-Bikes sowie Zubehör. 

Herr Weller hat sich bei einer Veranstaltung des Kfz-Gewerbe Rheinland Pfalz e.V. in Bad Kreuznach informiert und mit dem Referenten der MANN Naturenergie GmbH & Co. KG in Verbindung gesetzt. Nach einem Termin vor Ort in Weyerbusch wurde das Projekt besprochen. Durch die zusätzliche finanzielle Förderung der MANN Naturenergie und dem Grüner Strom Label e.V. wurde das Projekt dann schnell in die Tat umgesetzt. 

Herr Weller hat seinem Unternehmen und dem Ort Weyerbusch einen Mehrwert verschafft. Die Station steht direkt vor dem Autohaus Weller, mitten im Ort. Der perfekte Platz für eine Ladestation. 

Firmenlauf Bad Marienberg

Am 25.08. war es wieder soweit: Der Bad Marienberger Firmenlauf rief die Unternehmen aus der Region auf, sich gemeinsam zu sportlichen Höchstleistungen zu pushen. Und das Konzept ging mal wieder voll und ganz auf. Weit über 1.000 Teilnehmer folgten dem Aufruf.
Wir, mit einer MANNSchaft von 21 Personen, mittendrin. Und unsere Truppe war bunt gemischt. Vom ambitionierten Sportler bis hin zum Walker alles dabei. Und wir hatten einen riesen Spaß! 
Wie jedes Jahr ein super organisiertes Event (vielen Dank an das Orga-Team vom Atlas Sport Bad Marienberg mit der Orga-Queen Maureen!) mit einer tollen Party im Anschluss!
Vielen Dank an die vielen Helfer und Sponsoren, die diesen Event jedes Jahr möglich machen!

Da Bilder aber mehr sagen, als 1000 Worte, schaut die Galerie!

Einweihung der Windkraftanlage VT 110 – „Repowering – Oberdreisbach“.

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Sehr geehrte Gäste,
liebe Nachbarn aus Friedewald, Weitefeld und Langenbach,
liebe projektbeteiligte Partner, Unternehmer, Berater,
liebe Entscheider aus Politik und Wirtschaft,
sehr geehrter Landrat Lieber,
liebe wohlwollende private und kommunale Grundstückseigentümer,
liebe Mitglieder unserer Wäller Energiegenossenschaft,

ja, Sie sind alle gemeint, denn jeder auf diesem Platz hat irgendwie etwas mit der Anlage zu tun, auch wenn er die Anlage nur als vorbeifahrender Mountain-Biker sieht. Ihnen allen gebührt ein großes Dankeschön, denn wir stehen nach sieben Jahren Planungs- und Genehmigungsphase am Fuße dieser wunderschönen Windkraftanlage, auf den Höhen des Westerwaldes.
Ja, schön! Denn schön ist was gefällt. Für eine Vielzahl von Menschen gilt dies, das habe ich lernen dürfen während der gesamten Bauzeit im Gespräch mit zahlreichen interessierten Bürgern.

Der bekannte Fernsehreporter und Buchautor
Dr. Franz Alt sagte anlässlich eines Besuches im Westerwald: "Jedes Windrad im Westerwald ist ein Friedenssymbol, denn um Wind wird kein Krieg geführt!"

Als ich seine Aussage hörte, gab ich ihm zu 100 % Recht, denn wer Energie importiert, exportiert die Umweltschäden in die Welt! Aus diesen Umweltschäden entstehen dann häufig Konflikte und Kriege. Der Klimawandel verändert das Gesicht der Welt und wir erleben derzeit den Beginn einer neuen Völkerwanderung. Es gibt einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Ernteausfällen, Bürgerkriegen und Flüchtlingsströmen. Der europäische Zusammenhalt ist fast zerbrochen an den Anfängen dieser neuzeitlichen großen Völkerwanderung aus Kriegsgebieten in Syrien und Hungergebieten in Afrika.

Dieses Windrad ist für mich ein ganz wesentliches Friedenssymbol, auch wenn es nur eines von ca. 26.000 Anlagen in Deutschland ist. Auf dieser Anhöhe im Westerwald, vorgelagert vor dem ehemaligen Militärgelände und Flüchtlingslager "Stegskopf", wurde ein Projekt im Landkreis des "Urgenossen - Friedrich Wilhelm Raiffeisen", konform seines Gedankengutes, gemeinsam mit 319 Bürgern, die vorwiegend aus dem nahen Umfeld zu dieser Anlage kommen, zum Erfolg gebracht.

-    Die Erdarbeiten von einem Team echter Wäller Urgesteine - Fa. Reuscher aus Rennerod, die kein Wind- und Wetter fürchten.
-    Die Fundamente aus Niederdreisbach von der Fa. Wengenroth.
-    Der Turm aus dem Siegerland von der Fa. Drössler.
-    Die Maschine, Flügel und die Verantwortung für die schlüsselfertige Lieferung vom Erdplanum bis zur Inbetriebnahme durch die Fa. Schütz aus Selters. An dieser Stelle möchte ich in den Unterwesterwald an die Firma Schütz mein ganz besonderes Dankeschön zum Ausdruck bringen, denn in den 25 Jahren meiner Tätigkeit als Geschäftsführer und Betreiber von vielfältigen technischen Anlagen, ist mir noch kein solches Unternehmen begegnet, in Bezug auf Präzision, Zuverlässigkeit, faire Partnerschaft und zugleich Bescheidenheit. Deren Mitarbeiter und Verhandlungspartner haben neue Maßstäbe gesetzt und der Westerwald kann stolz sein auf solche Unternehmen.
-    Aber was nützt eine Anlage ohne Steckdose? Der Netzanschluss an das Mittelspannungsnetz der Energienetze Mitte wurde von der ENM pünktlich an die Straße zwischen Oberdreisbach und Daaden verlegt. Dies geschah zeitnah und pünktlich unter der Federführung der ENM.
-    Die Finanzierung erfolgte durch 319 Bürger und Energieverbraucher der Region, die im Mittel 10.000 € investiert haben. Damit wurde jeder Genosse seiner Verantwortung als Verbraucher mehr als gerecht. Denn ein Genossenschaftsanteil von 1.000 € steht für eine Stromerzeugung von ca. 2.500 kWh/Jahr.
-    Das restliche Kapital von insgesamt 2,2 Mio. € stammt auch von Ihnen allen, den Bürgern der Region, da wir die Investition mit Hilfe der Kreissparkasse Westerwald Sieg realisiert haben. Unkompliziert und günstig.

Kurzum: Regionaler geht es nicht und ich kenne auch kein Windkraftprojekt, das in Deutschland lokaler strukturiert ist.

Ja, wie war die Aussage von Dr. Franz Alt: Kein Krieg wegen Wind?!?
Leider doch! An unserem Standort ging es noch recht vernünftig zu, denn der Dialog mit Bürgern, Nachbarn, Kommunalvertretern war zumeist sachlich, wenn auch extrem kompliziert und nur selten gab es unanständige verbale Ausfälle.

Man stelle sich vor, dass wir an diesem Standort bereits 2010 mit der Planung begonnen haben und Baubeginn durften wir erst am 20. März 2017 vermelden. 7 Jahre für einen Standort mit reichlich und sehr konfliktarmer Windkraft-Erfahrung.

Bereits 5 Monate nach dem ersten Spatenstich speisten wir die ersten grünen Kilowattstunden in das Netz ein und können nun den privaten pro Kopf Verbrauch von ca. 8000 Menschen mit dieser Anlage decken. Für jede der 8 Mio. kWh aus dieser technischen High-Tech Anlage müssen
0,8 kg Braunkohle in Weisweiler weniger verbrannt werden. Damit man sich vorstellen kann, was das für einen persönlich bedeutet: Eine Familie, die 4.500 kWh – Strom verbraucht, könnte sich zur Veranschaulichung jedes Jahr einen Sattelkipper von Abraum und Kohle in den Garten kippen lassen. Das ist nämlich die Menge, die anderenorts umgebaggert und verbrannt werden muss.

Ein Kohleblock im Rheinland pustet legal mehr Quecksilber durch den Kamin als alle in Deutschland installierten Energiesparlampen enthalten. Um diese Energiesparlampen wiederum wird ein „Entsorgungshype“ abgehalten und die Angstmache um das eben erwähnte Quecksilber sollte sogar das Verbot der traditionellen Glühlampe verhindern.

Trotz diesen drastischen Vergleichen wird an anderen Standorten der Region förmlich eine Hexenjagd gegen Befürworter dieser heimischen Windenergie veranstaltet. Die sich selbst ernannten Heimat- und Naturschützer sind aus meiner Sicht Egoisten ohne einen konkreten Alternativplan. Denn wo kommt deren Strom eigentlich her? Mit einem Durchschnittsalter von meist über 60 Lebensjahren protestieren diese Gruppen mit „Fake-News" á la Donald Trump gegen diese saubere Technologie und hinterlassen zugleich deren Atommüll und die Ewigkeitskosten der Kohleförderung unzähligen noch folgenden Menschengenerationen.

Jahrzehntelanges Ringen um den Klimaschutz hat zu einer bis heute einzigartigen Vertragsschließung in Paris geführt. 192 Staaten haben ein Abkommen geschlossen. "Pacta sunt servanda" - "Verträge soll man halten" sagen die Juristen.
Unter diesem Motto sollten wir alle die Vernunft walten lassen und uns an die Arbeit machen und uns nicht blenden lassen von Fake News. Daher fordere ich insbesondere die jungen Menschen auf, sich zu informieren und aktiv zu werden, denn es geht um Eure Zukunft und um die Zukunft Eurer Kinder.

Ganz zum Abschluss dieser Rede bedarf es noch Menschen in den Vordergrund zu stellen, mit denen ich jederzeit und immer wieder in den ökologischen Kampf ziehen würde. Sie haben mit: Ruhe, Geduld und Sachverstand, besonderen Gaben im Umgang mit anderen Menschen sowie mit viel Vertrauen das Projekt zum Erfolg geführt.

Ich spreche hier von dem Ingenieur und Vorstandskollegen an meiner Seite, Daniel Rahn aus Hirtscheid. Daniel hat kürzlich meinem Wunsch entsprochen und er wird als Prokurist mehr Verantwortung in meinem Energieunternehmen übernehmen. Weiterhin sage ich Dank unserem vielseitig und sozial engagierten Vorstandskollegen Günter Knautz aus Daaden, der mit viel Weisheit das Projekt mitentwickelt hat.
Zu guter Letzt hätte ich den Start nicht gewagt, wenn da nicht mein Projektpartner Rüdiger Buhl an meiner Seite gewesen wäre. Er und auch ich hätten nicht gedacht, dass die Projektentwicklung derart viele Stunden und Geld verschlingen würde.

Zu einer Genossenschaft gehören aber nicht nur die Vorstände, sondern auch der Aufsichtsrat, der uns Vorständen auf die Finger schaut und mit Sachverstand und viel ehrenamtlichen Engagement unsere Geschicke gelenkt und begleitet hat.
Vielen Dank an Helge Schmidt, Dr. Jürgen Weber, Rainer Gerhardus, Josef Mockenhaupt, Olaf Hess und Hans-Jürgen Hasse.

Wenn ich an dieser Stelle jemanden nicht erwähnt habe, dann nehme es mir nicht übel, denn so langsam bin ich urlaubsreif. Jemand, der es mir vermutlich übel nimmt, dass ich sie erwähne ist mein Vorstand und Aufsichtsrat daheim: „Meine liebe Frau Tanja!“.

Jetzt noch ein Wort an unsere vielen Genossen, die noch sehr jung sind. Dazu zählen natürlich auch meine Kinder. Lasst Euch keinen Bären aufbinden und macht Euch schlau! Sucht Euch sinnvolle Berufe, die die Menschheit weiterbringen und die Lebensgrundlage auf diesem wunderbaren blauen Planet erhält. Habt keinen verbissenen Tunnelblick und macht es wie der Adler, damit Ihr die Übersicht behaltet.

Ein Wunsch und eine Forderung an die Politik:
Lassen Sie sich nicht von den lauten Gegnern einschüchtern, sondern werden Sie Ihrer Verantwortung für kommende Generationen und nicht der kommenden Wahlperiode gerecht.
    
Zu guter Letzt und dann bin ich auch endlich fertig, obwohl mir noch so viel auf der Seele brennt:

Vor 26 Jahren im April haben wir meine erste Windkraftanlage nur ca. 1.000 Meter von hier in Langenbach errichtet. Damals gab es in ganz Deutschland noch keine 150 MW installierte Leistung und es waren direkt zwei Umweltminister zur Einweihung angereist.

Mit einer Flasche Sekt gegen den Turm startete die Karriere von meinem „fleißigen Lieschen“, das bis heute brav ihren Dienst verrichtet.

Heute habe ich eine Flasche Bier in der Hand! „Windbier aus Husum“. Daniel Rahn und ich haben die Flasche 2012 anlässlich der Messe in Husum erhalten. Daniel sagte damals, wenn unsere erste Anlage läuft, dann trinken wir dieses Bier.

Das Bier ist zwar nun schon ewig abgelaufen aber ich denke, ein Schluck bringt uns nicht um…

Es grüßt mit einem herzlichen Glück-Auf!

Euer Markus Mann

 

Hoher Besuch aus Mainz

Unter Begleitung von zahlreichen Gästen aus Politik und Forstwirtschaft, stattete die Rheinland-Pfälzische Umwelt-, Energie- und Forstministerin, Frau Ulrike Höfken dem Langenbacher Energieunternehmen MANN einen Besuch ab und informierte sich über die Wertschöpfungskette sowie die vielfältigen Varianten der erneuerbaren Energiequellen des Westerwälder Unternehmens.

Beeindruckt war Frau Höfken von der Fertigungstiefe und über das umfangreiche Tätigkeitsfeld der Unternehmensgruppe MANN. Mit einem klaren Statement positioniert Sie sich zur regionalen Wertschöpfung: „Rheinland-Pfälzer Verbraucher geben jährlich mehr als 5 Mrd. € für fossile Importenergie aus. Es wäre gut, wenn mehr erneuerbare Energien im eigenen Land genutzt würden und für sinnvolle und ökologische Beschäftigung sorgten!“

Markus Mann präsentierte stolz die aktuelle Investitionstätigkeit in ein hoch modernes Sägewerk, welches für weitere 12 Arbeitsplätze sorgt. „Die Verarbeitungskette vom runden Stamm bis zur Lieferung der Pellets in den heimischen Keller, haben Sie bei uns aus einer Hand. Da kann der Verbraucher sicher sein, dass er auch tatsächlich Westerwälder Holzpellets erhält und nicht irgendeine Importware gepanscht wird.“

Das neue Sägewerk sorgt nun für die stofflich-energetische Optimierung (SEO-Anlage) bei der Ausbeute von Rundholzabschnitten, die als nicht sägefähig definiert wurden. Im neuen Werk wird noch das „Filetstück“ für die heimische Verpackungsindustrie selektiert und damit auch zur Reduzierung von unnötigen LKW-Transportengesorgt.

Der Cluster Holz- und Forstwirtschaft beschäftigt in Deutschland mehr als 1,1 Mio. Menschen und ist stärker als Automobilindustrie- und der Maschinenbau. In Rheinland-Pfalz sind es mehr als 7.200 Betriebe, die vom und mit dem nachwachsenden Rohstoff leben.  

Ganz nebenbei wurde auch die neue Stromtankstelle präsentiert. Ein Unikum und sicherlich einzigartig in Deutschland. Es wurde eine ehemalige Benzintankstelle aus den 50er Jahren umgebaut zu einer 2 * 22 KW – Schnelllade-Zapfstelle, damit auch in Zukunft die Mobilität „Freude am Fahren bereitet“.

Erfolgreiche Rotorsternmontage am Windrad der Wäller Energie eG

Am vergangenen Dienstag, den 08.08.2017 konnte gegen die Mittagzeit eine kurze Windflaute genutzt werden um den letzten spektakulären Teil unseres Windradbaus zu beenden. Es ist vollbracht: In gut 140m Höhe wurde der Rotorstern mit dem Turbinenhaus der Schütz VT110 verbunden.

Ende des Monats soll die neue Anlage dann final in Betrieb genommen werden und die Einspeisung der Energie ins Netz erfolgen.

Umsetzung der Repoweringanlage

Nach 7 Jahren Planungs- und Genehmigungsphase kann nun endlich unser Repoweringanlage (3,20 MW) umgesetzt werden. Dieses einzigartige und extrem regionale Energiewende-Projekt wird derzeit umgesetzt. Unsere Wäller-Energiegenossenschaft hat 323 Mitglieder, fast alle aus der Region Westerwald.
 
Ausführende Firmen sind:

  • Risikoträger bis zum Baubeginn – Buhl & Mann GbR, Langenbach
  • Planungs- und Entwicklungsarbeiten – MANN Energie – Langenbach
  • Tiefbau – Fa. Reuscher aus Rennerod /Ww.
  • Fundamentarbeiten – Fa. Wengenroth aus Niederdreisbach
  • Turm – Fa. Drössler aus Siegen
  • Fertigung, Lieferung und Montage der Windkraftanlage - Fa. Schütz aus Selters

 Wenn Sie sich regelmäßig über den Projektstand informieren wollen, besuchen Sie unser „Bautagebuch“ auf der Homepage der Wäller-Energie eG
www.waeller-energie.de

PEDELECS BESTEHEN HÄRTETEST IM WESTERWALD

Start der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ im Westerwald. E-Bike-Tour besichtigt Vorzeigeprojekte im Landkreis.

Im Rahmen der Aktionswoche der Energieagentur Rheinland-Pfalz hatten das Regionalbüro Westerwald, die Klimaschutzinitiative des Landkreises Altenkirchen und der Westerwald Touristik-Service am Samstag, den 17. September, zu einer Pedelec-Tour der besonderen Art eingeladen. In vier Etappen steuerte die Tour vorbildliche Projekte erneuerbarer Energien in der Region an. Die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über Windenergie, Photovoltaik, Solarthermie und Biomassenutzung zu informieren und erste Erfahrungen mit dem Pedelec zu sammeln.

Die Westerwald Energy Tour führte auch in diesem Jahr wieder zu vorbildlichen Projekten in der Region. (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Mirjam Rein)

Trotz Tretunterstützung durch die Pedelecs kam der sportliche Aspekt bei der Tournicht zu kurz: Rund 50 km und 800 Höhenmeter hatte die über 20-köpfige Gruppe bewältigt, als sie am Nachmittag ihr letztes Etappenziel erreichte, den energieeffizienten Campingplatz „Im Eichwald“ in Mittelhof. Von dort war die Tour am Vormittag gestartet. Anlass des ersten Stopps war die Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Kausen und eine Kleinwindkraftanlage in Elkenroth. Vor dem Hintergrund informierte Stefan Glässner, Klimaschutzmanager des Landkreises Altenkirchen, dass sich eine Photovoltaik-Dachanlage für private Haushalte trotz gesunkener Einspeisevergütung nach wie vor lohne – nämlich dann, wenn die Anlagengröße möglichst gut auf den eigenen Strombedarf abgestimmt ist. Er erwähnte in diesem Zusammenhang auch die bevorstehende Stromspeicherkampagne, die jetzt im Landkreis anläuft.

Das nächste Etappenziel und quasi Highlight der Tour war der Besuch bei der ältesten kommerziell betriebenen Windenergieanlage von Rheinland-Pfalz in Langenbach bei Kirburg. Auf dem Weg dorthin passierte der Tross zwischen Neunkhausen und Weitefeld den Standort, wo Anfang der 1980er Jahre der Bau eines Kohlekraftwerks geplant war. Die Umsetzung scheiterte damals weil die Versorgung des Kraftwerks mit Kühlwasser zu aufwändig gewesen wäre. Es sollte anders kommen auf dem Westerwälder Hochplateau: 1991 errichtete Markus Mann dort die erste Windenergieanlage in Rheinland-Pfalz – mit einer Leistung von 150 Kilowatt. Es habe viele Skeptiker gegeben, berichtete Mann, er sei damals aber mit dem Willen angetreten, das Gegenteil zu beweisen. Die Anlage läuft nun seit 25 Jahren einwandfrei. Markus Mann wird dem Oldtimer weiter eine Chance geben: „Das Windrad kann jetzt den Beweis antreten, wie lange es läuft.“ Im Gegenteil zu vier anderen Anlagen zwischen Weitefeld, Friedewald und Langenbach. Die in die Jahre gekommenen Anlagen werden bald zurückgebaut und durch eine neue Windenergieanlage der 2,4-Megawattklasse ersetzt, die den zehnfachen Stromertrag liefert. Das Projekt „Repowering Oberdreisbach“ der Bürgerenergiegenossenschaft Wäller Energie wird rund 9000 Menschen mit Strom versorgen.

Nach einem kleinen Mittagsimbiss setzten sich die Tourteilnehmerinnen und -teilnehmer wieder in Bewegung – bergab und gleichzeitig batterieschonend in Richtung Betzdorf, wo Dirk Eiteneuer vom Gebäudemanagement der Altenkirchener Kreisverwaltung ein innovatives Projekt an der berufsbildenden Schule vorstellte. An der BBS Betzdorf-Kirchen wird die Heizungsanlage derzeit auf regenerative Energien umgestellt. Ein neues Heizungssystem basierend auf Holzhackschnitzeln und Solarthermie ersetzt die alte Gasheizung. „Durch die Umstellung können jedes Jahr rund 300 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden“, führte Klimaschutzmanager Stefan Glässner aus.

Danach kehrte die Tour zur Energiemesse „Westerwald-Power – Energie vor Ort“ auf den Campingplatz nach Mittelhof zurück. Bei einem kurzen Rundgang veranschaulichte Matthias Weber, der den klimafreundlichen Betrieb für die Hatzfeldt-Wildenburg‘sche Verwaltung betreut, den Gästen, was vor Ort bereits alles umgesetzt wurde. Der Campingplatz wird mit einer Heizungsanlage versorgt, die mit Holzhackschnitzeln betrieben wird; außerdem sind zwei Photovoltaikanlagen in Betrieb. Eine Anlage speist den Strom ins Netz ein, die andere ist für den Eigenverbrauch ausgelegt. „Wir würden gerne noch mehr Sonnenenergie nutzen, aber uns fehlen leider die Dächer!“, erklärte Matthias Weber. Zudem wurde die Außenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet.

Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, lobte das Engagement der Projektbeteiligten und zeigte sich begeistert: „Die Projekte zeigen, dass sich Investitionen in erneuerbare Energien lohnen und die Technik funktioniert – und das stellenweise bereits seit einem Vierteljahrhundert“.

„Täglich kommen neue Ideen“

Nicht sägefähiges Holz länger nutzbar machen: in Langenbach hat man die Lösung und spart dabei CO2

Die Region stärken und die Umwelt schonen: das sind zwei der wichtigsten Ziele, die die Firmengruppe MANN verfolgt. Ein Projekt, das beides vereint und dabei noch wirtschaftlich viel bringt, ist das neue SEO Sägewerk. Was sich hinter den drei Buchstaben verbirgt? Eine Anlage zur „stofflich energetischen Optimierung von bislang nicht sägefähig geltendem Rundholz“. Und dahinter wiederum steckt eine nie dagewesene Konstruktion, „made in Langenbach“.

Foto oben: Das Tiefbauunternehmen Reuscher aus Rennerod hat den Auftrag erhalten. Gemeinsam haben Markus Mann, Daniel Rahn, Joachim Reuscher, Marcel Funke (bei Reuscher für Vermessung zuständig), Oliver Schmidt, der bei Reuscher die Bauleitung übernimmt, und Thomas Mann (von links) nun die Arbeiten für das SEO-Sägewerk gestartet

Wie heißt es so schön? „Alle sagten, es geht nicht, bis einer kam und es einfach machte.“
Ein Spruch, der auf die gesamte Unternehmensphilosophie Markus Manns ebenso zutreffen mag wie auf die SEO Anlage, zu deren Bau auf dem Langenbacher Firmengelände jüngst der erste Spatenstich erfolgte. Wobei, „einfach“ ist sicher nicht vieles an der Konstruktion eines komplett neuartigen Sägewerks!

Daniel Rahn, Projektingenieur bei MANN, hat sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt, „vorhandene Techniken in einer neuen Konzeptionierung aneinander zu reihen“, wie es im Bauantrag heißt. „Das ist total herausfordernd, genau mein Ding!“, freut sich Rahn. Neben ihm und Geschäftsführer Markus Mann seien etwa die Bereichsleiter und Prokurist Jörg Thielmann in das Projekt eingebunden; letzterer, „um zu prüfen, ob finanziell auch tragbar ist, was der Ingenieur und sein Chef aufs Zeichenbrett bringen“, schmunzelt Daniel Rahn. Die exakten Schritte, um das „bislang nicht sägefähig geltende Rundholz“ nun „stofflich energetisch zu optimieren“, sind natürlich streng gehütetes Betriebsgeheimnis – gerade bei einem so einzigartigen Unterfangen durchaus verständlich.

Umso mehr lässt sich zum Nutzen sagen, den die SEO Anlage für Umwelt, Region und nicht zuletzt ihren Betreiber selbst bietet. Dazu muss man zunächst einmal wissen, was nicht sägefähiges Holz überhaupt ist. Die Sägeindustrie benötigt sogenanntes „flüssig gewachsenes Holz“, was auf einen Stamm zutrifft, der möglichst gerade gewachsen ist und nur wenige Äste aufweist. Solches Holz, das zudem keine Faulstellen oder sonstige Makel zeigt und sich als Furnierholz eignet, wird der Güteklasse A zugeteilt. B Holz ist von normaler Qualität, besitzt wenige Äste und/oder eine geringe Krümmung und lässt sich als typisches Bauholz verwenden. C Holz weist bereits zahlreiche „Mängel“ auf, man kann es aber gewerblich und in Teilen noch als Bauholz nutzen. Von geringster Güte ist Holz der Kategorie D. Es ist faul und krank, oft extrem gekrümmt, mit dicken Ausbuchtungen versehen und mit zwei bis 2,5 Metern verhältnismäßig kurz, sodass es als nicht sägefähig gilt. Daher wandert es zumeist in die Brennstoffproduktion, wird also verfeuert.

Zweck der neuen SEO Anlage in Langenbach ist es nun, eben diese minderwertige Holzklasse so zu sortieren und aufzubereiten, dass ein möglichst hoher Anteilstofflich genutzt werden kann – also nicht als Brennmaterial, sondern etwa in Form von Verpackungsholz oder in Form einer Europalette. Durch diese Verwendung wird der Lebenszyklus des nachwachsenden Naturrohstoffes verlängert: Ein Stamm von geringer Qualität überdauert sechs Jahre länger (der durchschnittlichen Lebenszeit einer Palette entsprechend), anstatt vom Wald direkt in den Häcksler zu gelangen.„Kaskadennutzung“ nennen die Fachleute eine solche besonders nachhaltige Verfahrensweise, in der ein und derselbe Rohstoff mehrere Verwertungsstufen durchläuft: im Falle des D Holzes zunächst stofflich als Palette, dann später energetisch zum Beispiel als Brennstoff in einem Biomasse Heizkraftwerk.

Hinzu kommt, dass Paletten normalerweise aus dem höherwertigen C Holz gefertigt werden. Verwendet man aber dafür nun D Holz, kann entsprechend viel C Holz eingespart werden. Dieses nicht gefällte Holz verbleibt somit mindestens sechs Jahre länger – nämlich so lange, wie die D Holz Palette im Umlauf ist – im Wald, was über diesen Zeitraum eine CO2 Einsparung von 120 Kilogramm pro Tonne Holz bedeutet.

Die größte Kohlenstoffdioxid Ersparnis ermöglicht das neue Sägewerk mittels effizienterer Transportwege. MANN kann das aus D Ware entstehende Verpackungsholz an den lokalen Palettenproduzenten verkaufen, der seinen Rohstoffbedarf bislang im fernen Baltikum und Russland deckt. Fast 1,3 Millionen Kilometer LKW Transportwege fallen damit weg! Wenn man von 60 Gramm CO2 pro Tonne und Kilometer ausgeht, ergibt sich dadurch eine Reduktion um knapp 1.943 Tonnen des umweltschädlichen Treibhausgases pro Jahr. 1,3 Millionen LKW Kilometer spart das Werk im Ein-Schichtbetrieb. Spätestens ab Sommer 2018 soll die Produktion auf Zwei-Schichtbetrieb umgestellt werden. Somit verdoppelt sich die Einsparung für Mensch und Umwelt noch.

Ein weiterer positiver ökologischer wie ökonomischer Effekt des neuen Werkes ist die dann bedeutend geringere Menge an benötigten Sägespänen von außerhalb. „Mit dem neuen SEO Werk werden wir nicht nur unser Produktsortiment und die Fertigungstiefe erweitern, sondern auch erheblich den Transport von Sägespänen zum Werk in Langenbach reduzieren. Die Späne und Hackschnitzel sind dann ganz einfach vor Ort“, betont Markus Mann. Hier ergibt sich eine weitere CO2 Einsparung von rund 200 Tonnen allein im ersten Betriebsjahr. Ausgehend von den beiden genannten Logistikvorteilen, wurde eine CO2 Gesamtvermeidung von 2.143 Tonnen im ersten Betriebsjahr der Anlage berechnet.

Dabei aber soll es nicht bleiben: Ab dem dritten Jahr wird der Logistikbereich eine Einsparung von sage und schreibe 4.287 Tonnen Kohlenstoffdioxid einbringen. Damit neutralisiert das innovative Sägewerk dann pro Tag mit circa 11,7 Tonnen ziemlich genau den CO2 Fußabdruck, den ein Deutscher (je nach Quelle elf bis zwölfeinhalb Tonnen) durchschnittlich in einem ganzen Jahr hinterlässt! Oder andersherum gerechnet: Pro Jahr wird durch das Sägewerk so viel CO2 eingespart, wie eine Großstadt wie Würzburg mit rund 127.000 Einwohnern am Tag in die Luft pustet. Das Projekt ist somit ein Musterbeispiel für heimische Wertschöpfung, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringt.

Insbesondere die heimischen Forstbetriebe profitieren überdies: Mussten Fuhrunternehmen bislang mehrmals die gleiche Forststraße passieren, um nacheinander unterschiedliche Holzqualitäten abzuholen, können nun gemischte Sortimente gemeinsam abtransportiert werden. Denn am Standort der SEO Anlage kann „flüssig gewachsenes“ Holz auf demselben Sortierstrang angeliefert werden wie D Ware und reines Energieholz. Alles findet irgendwo Verwendung: ob in der Profilier und Sägelinie, dem Pelletwerk oder im Biomasse Heizkraftwerk. Minderfrachtzuschläge und somit Kosten für den Waldbesitzer entfallen hierdurch.

Wenn man sich als Unternehmer überlegt, was der Region gut tut, dann ist die Schaffung von Arbeitsplätzen zu berücksichtigen. Wird die neue Anlage bis 2019 zum Zwei-Schichtbetrieb ausgebaut, bietet sie zwölf Menschen einen neuen Job. „Im Energiesektor beschäftigen wir dann etwas mehr als 50 Mitarbeiter. Weitere 50 Mitarbeiter finden am Standort Langenbach bei meinem Bruder Thomas Mann in der Spedition Beschäftigung und arbeiten eng verzahnt mit dem Energiesektor“, betont Markus Mann. Die Umsetzung eines nie dagewesenen Vorhabens gelingt naturgemäß nicht zum Nulltarif: Die Eigeninvestition in die SEO Anlage wird mit circa 7,5 Millionen Euro beziffert. Markus Mann erläutert: „Durch das neue SEO Projekt erhöht sich der Rohstoffeinkauf bei den Waldbesitzern um jährlich 5,6 Millionen auf 8,9 Millionen Euro und die Bruttowertschöpfung des Werkes um 2,1 Millionen.“ Somit werde ein Gesamtumsatz aus dem Werk in Langenbach in Höhe von circa 15,7 Millionen Euro generiert und in der Region umgesetzt. Etwa indem mit Waldbesitzern der Umgebung statt mit baltischen oder russischen Handel betrieben wird oder indem Arbeitslöhne vor Ort gezahlt werden anstatt in weiter Ferne. „Ein Paradebeispiel für heimische und nachhaltige Rohstoffnutzung sowie die Reduzierung von Importabhängigkeit“, ist Firmenchef Mann stolz auf das Pionier Projekt.

Die Initialzündung erfuhr das Vorhaben SEO Anlage durch einen Besuch der Langenbacher in einem Sägewerk in der Bretagne. „Dort wurden aus völlig krummen Kiefern gerade Bretter geschnitten. Aus so mangelhaftem Holz noch solche ,Filetstücke‘ zubekommen, hat uns beeindruckt“, erinnert sich Daniel Rahn. Von der damals entstehenden Idee für Langenbach bis zum Baubeginn brauchte es zwei Jahre. Und obwohl aktuell schon Tiefbauarbeiten erledigt werden und man Mitte nächsten Jahres mit der Inbetriebnahme rechnet, „wächst das Projekt immer mit, kommen täglich neue Ideen“, verrät Ingenieur Rahn. Wie das eben so ist, wenn kreative Köpfe ein völlig neuartiges Konstrukt erdenken – und schließlich mit Leben füllen.

Neuer Wohnraum für 48 Familien als Sommerasyl

Familie Markus Mann aus Langenbach sorgt für Unterschlupf von 48 Familien und mehr. Immer wieder im Sommer kommen die asylsuchenden aus Zentralafrika, um der nächsten Generation einen guten Lebensstart und Jugendbildung zu bieten.

Damit die vermehrungswilligen Fernreisenden auch immer wieder den Ort der eigenen Geburt finden, verfügen sie über einen ausgeklügelten Orientierungssinn und schaffen die 5.000 – 10.000 Kilometer jedes Jahr aufs Neue. Gemeint sind Mehl- und Rauchschwalben, die nun im Schwalbenhaus an der alten Schule von Langenbach neuen Wohnraum finden. Entwickelt wurde das Schwalbenschutzhaus im hessischen Vogelsbergkreis. Das nun in Langenbach installierte „Multi-Kulti-Haus bereichert nicht nur optisch den Schulweg und -garten der Firma MANN, sondern sorgt für die Unterkunft von bis zu 48 Mehlschwalbenfamilien. Weiterhin sind sechs Fledermauskästen und sechs Nistplätze für Arten wie Haussperling, Star und Rotschwänzchen installiert.
 
Schwalben sind nicht nur ausgezeichnete Flugakrobaten sondern extrem wichtig für die Vertilgung von Insekten und halten somit das Gleichgewicht im Naturhaushalt. „Leider werden viele Schwalbennester von Hausbesitzern aus Angst vor Schmutz zerstört. Als wir eine Version von diesen Schutzhäusern in Hessen sahen, dachten wir direkt daran einen alten Strommast der KEVAG als Halterung hierfür zu nutzen und haben in den Wohnraum investiert.“, sagt schmunzelnd der Langenbacher Ökounternehmer, Markus Mann. „Ebenso wie Wind-, Sonnen- Pelletsenergie, ist dies zur Nachahmung empfohlen!“
 
Mehr Infos zu Schwalbenhäusern unter www.schwalbenschutz.de oder bei m.mann@mann-energie.de – 02661 6262 - 0

Ötzingen 4.0 - Infoabend - Klimaschutz und Energiewende

Auf reges Interesse stieß der erste Informationsabend einer vom Gemeinderat Ötzingen / Sainerholz gegründeten Arbeitsgruppe zur Neugestaltung der beiden Gemeindeteile. Wie der Ortsbürgermeister Ansgar Ritz in seiner Begrüßungsrede erläuterte, verbirgt sich hinter dem Titel Ötzingen 4.0 eine Ideensammlung zur Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes, um den Ort zu einem vernetzten, ökologischen, lebenszeitgerecht gestalteten, lebenswerten Dorf zu entwickeln.

von links: Peter Müller (Energieagentur), Markus Mann (MANN Naturenergie), Christoph Zeis (EDG), Ansgar Ritz (Ortsbürgermeister)

von links: Peter Müller (Energieagentur), Markus Mann (MANN Naturenergie), Christoph Zeis (EDG), Ansgar Ritz (Ortsbürgermeister)

Nach Ansicht der Arbeitsgruppe biete ein lebenswertes Dorf einerseits die Sicherung und den Ausbau einer bürgernahen Grundversorgung inklusive Sicherung der Gesundheitsfürsorge. Andererseits müsse die Steigerung der Lebensqualität für Jung und Alt im Fokus stehen. Schlagworte wie e-Mobilität, freies wLAN im Ort, 10 Gigabit Breitbandversorgung, aber auch Ausbau von Rad- und Wanderwegen, Naturerlebniscenter oder ein Multifunktionsspielfeld für alle Altersklassen sorgten für Erstaunen bei der Zuhörerschaft.

Ritz beschrieb allerdings den wesentlichen Anreiz zur Gründung der Arbeitsgruppe mit der Erkenntnis, dass es im Umfeld ständig steigender Kosten und stagnierender Einnahmen erforderlich wird, neue Wege zu gehen. So könnte einerseits der Energieverbrauch durch z.B. Einsatz von LED Leuchten zur Dorfbeleuchtung reduziert werden, andererseits durch die Nutzung regenerativer Energie möglichst der Eigenbedarf für beispielsweise die Turnhalle und den Kindergarten zu einem hohen Prozentsatz gedeckt werden. Ritz erläuterte den nahezu 100 Zuhörern das 4.0 hier für die Energieträger Sonne, Wind, Wasser und Biomasse stehen.

Dass diese neuen Wege auch Geld kosten und wie dies umsetzbar ist, sollten die 3 Gastredner in der Folge darstellen. Zunächst zeigte Peter Müller von der Energieagentur Rheinland-Pfalz die Möglichkeiten zur Energieeinsparung für Gemeinden, aber auch für jeden einzelnen Bürger auf. Besonders interessant war die Darstellung  der Fördermöglichkeiten sowohl vom Land als auch vom Bund. Der von der Energieagentur bereitgestellte Fördermittelkompass kann bei der Identifizierung der geeigneten Förderprogramme helfen. Während der zweite Gastredner, Markus Mann von der Mann Natuerenergie GmbH & Co.KG aus Langebach, den Status Quo zur Energiewende sehr anschaulich darstellte, ging Christoph Zeis von der EDG Rheinhessen-Nahe GmbH sehr detailliert auf die klimaschonende Nahwärmeversorgung im ländlichen Raum ein. Eben jener Christoph Zeis, ein Ötzinger Junge,  zeigte auch ein mögliches Szenario für ein sogenanntes Contracting-Konzept für Ötzingen auf.

Zum Schluss dankte der Ortsbürgermeister Ritz den Gastrednern für die aufschlussreichen Vorträge, entließ aber die Zuhörer nicht ohne den Hinweis, dass die AG Ötzingen 4.0 sich jeden Freitag von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr im Bürgermeisteramt trifft und für jeden kritischen Mitdenker dankbar ist. Eine dauerhafte Kommunikation der Ergebnisse werde künftig über das Amtsblatt und die noch einzurichtende Internetseite gewährleistet.

 

Schulbau als Modell einer partizipativen ländlichen Entwicklung in San Martín de Pangoa, Satipo (Peru).

Schulprojekt „Emil MANN – Schule“  gemeinsam mit der Stiftung Fly & Help

Im Rahmen des Resultates 3 „Ein Plan zur Reduktion der Vulnerabilität ist auf partizipative Weise erstellt“ sind Aufforstungsaktivitäten im umliegenden Gebiet (oberhalb der Schule, um Bodenerosion und zukünftige Erdrutsche zu verhindern) mit einheimischen Baumsetzlingen vorgesehen. In diesem Sinne wurden im Januar 2016 gemeinschaftliche Arbeiten zur Vorbereitung des Bodens durchgeführt, wo die Jungpflanzen eingesetzt werden sollen.

Die Bürger von Alto Tiwinza jäten Unkraut und graben Löcher für die Setzlinge.

Die Bürger von Alto Tiwinza jäten Unkraut und graben Löcher für die Setzlinge.

Ein Bürger von Alto Tiwinza trägt einen Sack „cal“ zum Aufforstungsgebiet, eine Art Entkalker, der zur Regulierung des pH-Wertes des Bodens verwendet wird.

Ein Bürger von Alto Tiwinza trägt einen Sack „cal“ zum Aufforstungsgebiet, eine Art Entkalker, der zur Regulierung des pH-Wertes des Bodens verwendet wird.

Das Kleinwasserkraft-Projekt geht in die zweite Runde - Leitungen und Kabel sind verlegt.

Die Mann Naturenergie war dieses Jahr auch Einsatzstelle für das freiwillige ökologische Jahr in Rheinland-Pfalz. Über ein Jahr durfte ich (Lukas) spannende Erfahrungen in der Firma rund um die Erneuerbaren Energien sammeln. Kurz vor Ende wurde es nochmals spannend: Drei weitere FöJ'ler und ich traten am 19.07.2015 die Reise Richtung Anzère, Schweiz, an. Wir sollten von dort die ersten anstehenden Arbeiten zur "grüneren" Energieversorgung der Cabane des Audannes durchführen. Bis zum 24.07.15 konnten wir dort in einem buntgemischten, gutgelauntem Team alles planmäßig erfüllen. Sowohl die Wasserleitung als auch das Elektrokabel sind verlegt und bedeckt. Nebenher konnten wir noch ein wenig Höhenluft schnuppern und die wunderschöne Landschaft begutachten. Die Kommunikation war trotz der unterschiedlichen Sprachen kaum ein Problem, denn wir wurden mit offenen Armen empfangen und kramten unser Französisch aus der Schulzeit wieder hervor. Die Gastfreundschaft war einfach umwerfend. Danke für diese super Erfahrung! Wir verfolgen natürlich gespannt die nächsten Schritte bis zur Fertigstellung des Projektes und drücken die Daumen.

2. Sparkassenfirmenlauf in Bad Marienberg

2. Sparkassenfirmenlauf in Bad Marienberg

Wir haben beim Bad Marienberger Firmenlauf teilgenommen und waren damit wieder Teil eines tollen Events mit insgesamt ca. 1200 Läufern. Obwohl das Thermometer teilweise über 30 Grad kletterte, fand sich auch diesmal wieder eine schöne Mannschaft von 16 Läufern ( nicht alle sind auf dem Bild ) zusammen.

Trotz der Anstrengung hat es wieder viel Spaß gemacht, die Strecke durch Bad Marienbergs Innenstadt zu laufen, angefeuert durch viele Besucher die mit Wasserschläuchen und Rasensprengern für Erfrischung sorgten. Auch wenn der Spaß an der Aktion im Vordergrund stand, hat ein Teil unserer Läufer super Zeiten erzielt.

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Mann Naturenergie verwirklicht ein weiteres von Grüner Strom Label (GSL) unterstütztes Kleinwasserkraft-Projekt.

Mann Naturenergie verwirklicht ein weiteres von Grüner Strom Label (GSL) unterstütztes Kleinwasserkraft-Projekt.

In der französischen Schweiz, in Anzère, wird eine auf 2482 Meter liegende Berghütte etwas autarker und ökologischer werden. Bisher ist dort eine PV-Anlage installiert, die eine Batterie auflädt. Tagsüber ist es möglich ohne zusätzlichen Bezug den Hüttenbetrieb zu stemmen. Bei Nacht oder schlechtem Wetter ohne Sonne muss allerdings ein Dieselaggregat zugeschaltet werden. Diese „schmutzige“ Art der Energiebereitstellung kann nun eingestellt werden.

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Spende aus dem Schulweg in Langenbach für die Schule in Peru

Spende aus dem Schulweg in Langenbach für die Schule in Peru

Anlässlich des 90. Firmenjubiläum hat sich Familie MANN dazu entschieden, ein Schulprojekt der Stiftung FLY&HELP in Peru zu fördern. „Mangelnde Bildung ist die Grundlage für Unterdrückung, Ausbeutung und Fehlentwicklungen in der Welt. Aus diesem Grund geben wir die nötigen Mittel an die Stiftung FLY&HELP für den Bau einer Schule in den Anden von Peru.“ Das Projekt wird 2016 in einem Dorf realisiert, wo durch menschenverursachte Umweltschäden, die alte Schule zerstört wurde. Damit in Zukunft die Kinder wieder 8 Jahre zur Schule gehen können, wird dieses Projekt von FLY&HELP realisiert.

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Besuch aus Mainz von Julia Klöckner (CDU - MdL) und Dr. Andreas Nick (CDU - MdB)

Besuch aus Mainz von Julia Klöckner (CDU - MdL) und Dr. Andreas Nick (CDU - MdB)

Im Rahmen eines Westerwälder Unternehmertreffens besuchten Julia Klöckner und Dr. Andreas Nick unser Unternehmen. Bei einer Diskussion gab Markus Mann einen Überblick über die 90-jährige Historie des Unternehmes und die zahlreichen Herausforderungen, die es in dieser Zeit zu meistern gab. Der Wandel des Unternehmens vom Transportdienstleister zu einem vielfältigen Unternehmen der erneuerbaren Energiebranche war auch Gegenstand der Diskussion. "Konservativ bedeutet für mich der Erhalt der Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen!

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Staatssekretär Becker eröffnet Wochen der Holzpellets und Solarthermie in NRW

Staatssekretär Becker eröffnet Wochen der Holzpellets und Solarthermie in NRW

Mehr als 700 Kesselbesitzer beteiligen sich bis 10. Juni 2015 an großer Heizungsshow der EnergieAgentur.NRW
Zum dritten Mal veranstaltet die EnergieAgentur.NRW die landesweiten Wochen der Holzpellets – in diesem Jahr wird das Themenspektrum erstmals um die Solarthermie erweitert. Zum Auftakt der „Wochen der Holzpellets und Solarthermie“ besuchte heute (13. Mai) Horst Becker, parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Klimaschutzministerium, ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus in Nümbrecht-Heddinghausen, um sich in der Praxis ein Bild von den Vorzügen der Kombination von Sonnenenergie und Biomasseheizung zu machen.

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Exportschlager Energiewende!

Exportschlager Energiewende!

Unternehmer und Wissenschaftler aus Thailand besuchen Mann Naturenergie und Westerwälder Holzpellets GmbH in Langenbach. 33 Teilnehmer aus dem asiatischen Land informierten sich in Langenbach über die möglichen Energiequellen, die deren Heimatland unabhängig von Energieimporten macht und zugleich die Lebensgrundlagen für kommende Generationen sichert.

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